GenerationenWerkstatt

Der Ursprung

Die GenerationenWerkstatt geht zurück auf eine Initiative der Ursachenstiftung, Osnabrück. Alles begann damit, dass deren Vorsitzender, Johannes Rahe, und der stellvertretende Vorsitzende, Dr. Klaus Stein mit dem Neurobiologen und Hirnforscher Prof. Dr. Gerald Hüther zusammensaßen. Auch Dr. Kuther, Geschäftsführer der hessenstiftung – familie hat zukunft war dabei.

Es ging um die Frage, was Jungen als Väter für morgen für ihre Potenzialentfaltung brauchten. Sie brauchen ein Umfeld, in dem sie sich ausreichend bewegen, ihrem Drang nach Aktivitäten nachkommen und selber etwas schaffen können, auf das sie hinterher stolz sein können. Uns sie brauchen männliche Vorbilder, die sie ermutigen, genau so zu sein. Die Realität sieht anders aus: Jungen wachsen in einem meist weiblich geprägten Umfeld auf, und ihre Freizeit verbringen sie immer mehr mit digitalen Medien, anstatt herumzutoben, auf Bäume zu klettern und Seifenkisten für rennen zu bauen. Hüther skizzierte damals als das ideale Dorf: Auf dem Weg zur Dorfschule ziehen die Jungen vorbei an der Dorfbäckerei und am Tischler, geschlachtet wird beim Metzger im Keller, das Handwerk ist sichtbar. Jungen können es anfassen und ein im Idealfall etwas älterer Dorfschmied zeigt ihnen seine Arbeit. 

Mit dem idealen Dorf - wir nennen es heute "Sozialraum" - war die Idee der GenerationenWerkstatt geboren. Prof. Hüther verstand sich als Geburtshelfer bei dem, was die Ursachenstiftung dann umsetzte. Ein Unternehmer aus der aktiven Generation stellt die Werkstatt zur Verfügung. Ein ehemaliger Mitarbeiter aus der erfahrenen Generation wird Mentor, weil er Freude daran hat, sein Wissen weiterzugeben. Die Jungen als kommende Generation erleben, dass sie endlich praktisch etwas tun können, dafür Anerkennung bekommen und ihr Selbstwertgefühl wächst.

Seit 2014 wurden auf Initiative der Ursachenstiftung mehr als vierzig GenerationenWerkstätten in Osnabrück, im Emsland und in der Grafschaft Bentheim durchgeführt. 250 Schüler nahmen teil, 41 Unternehmen und 21 Schulen. 2017 stand der Schritt der Ausdehnung an: in Hessen ergreift die hessenstiftung – familie hat zukunft die Initiative für die GenerationenWerkstatt.

www.generationenwerkstatt.org